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Radfernweg: Die Alte Salzstraße

Radfahren an der Alten Salzstraße
Radfahren an der Alten Salzstraße

Gesamtlänge: 100 km

Die Geschichte der Alten Salzstraße:

Einst war die Alte Salzstraße ein viel befahrener Handelsweg. Das Salz wurde im Mittelalter als Konservierungsmittel genutzt und war deshalb ein kostbares Mineral. Die mehr als 1050-jährige Stadt Lüneburg besaß mit ihrer Saline einen der ältesten Industriebetriebe Europas. Von hier aus führten die Spuren des Salzes quer durch das Herzogtum Lauenburg bis in die Hansestadt Lübeck. Die Städte entlang des Weges profitierten von dem Salztransport durch Zölle, Handel und Arbeit. Fuhrleute brachten das „weiße Gold“ auf dem Landweg von der Saline in Lüneburg bis nach Lübeck, wo es dann in den gesamten Ostseeraum verschifft wurde.

Mehr als 20 Tage brauchten die Karren damals für den Weg von der Saline bis zum Hafen. Der Transport war beschwerlich. Mit der Errichtung des Stecknitz-Delvenau-Kanals, dem ältesten Wasserscheidekanal Europas und Vorgänger des Elbe-Lübeck-Kanals, verlagerte sich der Transport auf den Wasserweg. Die kostbare Fracht wurde nun auf der sogenannten „nassen“ Salzstraße transportiert.

Wegbeschreibung:

Heute folgt ein gut ausgebauter Radfernweg den Spuren des „weißen Goldes“. Auf der historischen Route führt er von Lüneburg nach Lauenburg, wo er die Elbe quert, und folgt von dort aus dem Elbe-Lübeck-Kanal bis nach Lübeck. Historische Schleusen, Feldsteinkirchen und Gräber der Stecknitzfahrer sind auf den gut 100 Kilometern stumme Zeugen einer langen Geschichte.
Die Salzstadt Lüneburg, die Schifferstadt Lauenburg und die Eulenspiegelstadt Mölln waren einst wichtige Knotenpunkte an der alten Handelsstraße. Heute sind sie für den Radler Städte mit einem umfangreichen Kulturangebot. Mit nur einem kurzen Umweg gelangt man nach Ratzeburg, der idyllischen Insel- und Domstadt. In Lübeck – der Königin der Hanse – endet die Zeitreise.
 

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