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Brömsehaus

Brömsehaus

  • Sehenswürdigkeiten
Brömsehaus
Am Berge 35
21335 Lüneburg
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Das zwischen 1406 und 1426 erbaute Brömsehaus ist eines der ältesten Lüneburgs. Es wurde nach seinem Bewohner und damaligen Sülfmeister Dietrich von Brömse benannt. Durch einige bauliche Veränderungen in den vergangenen Jahrhunderten hat sich das Haus jedoch von seinem gotischen Ursprung entfernt.

Heute befinden sich an der Vorderseite des Gebäudes, an den Straßenfronten Am Berge und Conventstraße in Lüneburg, die Wappen der Hansestädte Riga, Lübeck, Lüneburg, Danzig und das der Familie Brömse. An der Conventstraße schließt sich ein Innenhof an, der über die Jahrhunderte nahezu unverändert geblieben ist. Er ist mit einem reich geschmückten, mit Tausteinen gestalteten Dreistaffelgiebel ausgestattet. Die höchste Staffel umschließt einen Schornstein, über den Rauch aus Küche und Keller abgeleitet wurde. An der Südseite des Brömsehauses weisen drei erhaltene Spitzbögen darauf hin, dass hier die Klosterkapelle St. Andreae des Klosters Heiligenthal gestanden hat.

Das Innere des Hauses wird von der großen Diele beherrscht. Fünf Meter hoch und 18 Meter breit, vermittelt sie imposante Eindrücke der früheren Wohnkultur. Sehenswert sind die einzigartigen Malereien an der Balkendecke der Diele. Ein Raum im Erdgeschoss des Brömsehauses enthält eine seltene, von 1637 datierte figürliche Stuckdecke, deren achteckige Felder Gleichnisse und biblische Szenen zeigen.

An der Conventstraße gab es einen Anbau, der den Festsaal enthielt. An dieser Stelle steht jetzt ein Neubau, in dem sich das Nord-Ost-Institut befindet: Im Jahr 1937 wurde das Brömsehaus von der Carl-Schirren-Gesellschaft e.V. gemietet und später gekauft. Heute ist das Gebäude Eigentum der Deutschbaltischen Kulturstiftung und wird gemeinsam mit dem Institut für Kultur und Geschichte der Deutschen im Osten Europas - kurz Nord-Ost-Institut - für Veranstaltungen, öffentliche Vorträge, Konzerte und Seminare in Lüneburg genutzt.