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Johann-Sebastian-Bach-Platz

Johann-Sebastian-Bach-Platz

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Johann-Sebastian-Bach-Platz
Johann-Sebastian-Bach-Platz
21335 Lüneburg
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Zu der St. Michaeliskirche auf dem Johann-Sebastian-Bach-Platz gehörte einst eine Latein- und Partikularschule. Sie hatte einen so guten Ruf, dass selbst Schüler aus Thüringen und Sachsen hier unterrichtet wurden. Es wurden sogenannte „Freitische" für die Kinder armer Leute bereitgestellt, die gegen freie Kost und Logis die Gottesdienste musikalisch unterstützen konnten. So auch Johann Sebastian Bach, der im Frühjahr 1700 als Vollwaise nach Lüneburg kam. Zwei Jahre lang sang und musizierte er in Lüneburg und profitierte enorm von dem Unterricht, den er von Georg Böhm erhielt, einem der bekanntesten Organisten seiner Zeit, der in der benachbarten St. Johanniskirche wirkte. 1955 erhielt der Platz seinen heutigen Namen. Der Michaelis-Knabenchor lag in ständiger Konkurrenz mit dem des städtischen Johanneums. Selbst vor handgreiflichen Auseinandersetzungen schreckten die Jungen nicht zurück, um sich ihr Zubrot zu verdienen. Zwei Generationen nach Bach wurde auch der Lüneburger Johann Abraham Peter Schulz hier unterrichtet. Er wurde später der Liedermacher des Volkes genannt und war Hofkomponist des dänischen Königs.