Kunstnachmittag auf Hof Scharrlberg
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Die internationalen Künstlerinnen Mirela Fioresy, Saskia Hollstein und Bettina Mileta zeigen nach vier Wochen emsiger Arbeit die während des Stipendiums entstanden Werke. Wir freuen uns über viele Besucher – alle sind willkommen: Neugierige, zufällig Vorbeikommende und auch ‚Fachpublikum‘. Ob mit oder ohne interessanten Austausch mit den Künstlerinnen, für alle stehen Gebäck und Getränk zur Verfügung.
Wie leicht passiert es heute, dass frau mit dem spitzen Absatz etwas vom Boden aufspießt. Saskia Hollstein wird alte, getragene Schuhe mit neuen Absätzen, die aussehen wie Müll, modifizieren. Dabei ist es ihr wichtig, dass sie dafür bewusst alte Schuhe verwendet, um ein Zeichen gegen die Überschwemmung an Modeartikeln zu setzen. Diese wird sie entweder gebraucht kaufen oder von Verwandten und Bekannten bekommen und den eventuell vorhandenen Absatz entfernen und austauschen. Die neuen Absätze verdeutlichen die Verschmutzung durch Konsummüll. Die Schuhe lassen einen somit buchstäblich auf den Hinterlassenschaften der modernen Gesellschaft laufen. Sei es eine zerdrückte Cola-Dose, ein angebissener Apfel oder eine fallengelassene Bananenschale. Die Absätze werden aus Holz geschnitzt und mit Schrauben oder Nägeln befestigt, damit die Schuhe stabil und im besten Fall sogar tragbar sind. Außerdem steht es für ihre Liebe zur Natur, und deren lebendige Materialien, sowie für nachhaltiges Arbeiten, dass sie die Absätze hölzern gestaltet und mit Farbe versieht.
Das Projekt begann mit einer einfachen Beobachtung. Mirela Fioresy saß in einem fahrenden Bus, Regen glitt am Fenster entlang, und eine dünne Wasserschicht bog die vorbeiziehende Landschaft in fliessende Verzerrungen. Auf Hof Scharrlberg wird sie die Landschaft durch verschiedene Wasserelemente fotografieren, die sie vor dem Objektiv platziert: Wassergläser, Tautropfen, Pfützen, die Oberfläche der Luhe, den Badeteich, das Licht im Arboretum nach dem Regen.
Ausgangspunkt der Arbeit sind sogenannte Skydancer von Jahrmärkten bekannte, meterhohe und mit Luftgefüllte Figuren, die sich im Wind bewegen. Bettina Mileta greift diese Form auf und fertigt neue Skydancer aus gesammelten Seidenblusen und -tüchern. Durch zusätzliche Arme, Erweiterungen und weiche Rundungen entstehen verspielte Körper, deren Bewegungen das Wackeln und Zappeln der Jahrmarktrequisiten aufnehmen und verstärken. Die kommerziellen Aspekte der herkömmlichen Skydancer – serielle Produktion, minderwertiger Polyesterstoff und eine maximal vereinfachte Gestaltung – werden durch künstlerische Bearbeitung in etwas Einzigartiges verwandelt. Aus gebrauchten Stoffen entstehen lebendige Figuren, die Raum, Luft und Bewegung sichtbar machen.
Wie leicht passiert es heute, dass frau mit dem spitzen Absatz etwas vom Boden aufspießt. Saskia Hollstein wird alte, getragene Schuhe mit neuen Absätzen, die aussehen wie Müll, modifizieren. Dabei ist es ihr wichtig, dass sie dafür bewusst alte Schuhe verwendet, um ein Zeichen gegen die Überschwemmung an Modeartikeln zu setzen. Diese wird sie entweder gebraucht kaufen oder von Verwandten und Bekannten bekommen und den eventuell vorhandenen Absatz entfernen und austauschen. Die neuen Absätze verdeutlichen die Verschmutzung durch Konsummüll. Die Schuhe lassen einen somit buchstäblich auf den Hinterlassenschaften der modernen Gesellschaft laufen. Sei es eine zerdrückte Cola-Dose, ein angebissener Apfel oder eine fallengelassene Bananenschale. Die Absätze werden aus Holz geschnitzt und mit Schrauben oder Nägeln befestigt, damit die Schuhe stabil und im besten Fall sogar tragbar sind. Außerdem steht es für ihre Liebe zur Natur, und deren lebendige Materialien, sowie für nachhaltiges Arbeiten, dass sie die Absätze hölzern gestaltet und mit Farbe versieht.
Das Projekt begann mit einer einfachen Beobachtung. Mirela Fioresy saß in einem fahrenden Bus, Regen glitt am Fenster entlang, und eine dünne Wasserschicht bog die vorbeiziehende Landschaft in fliessende Verzerrungen. Auf Hof Scharrlberg wird sie die Landschaft durch verschiedene Wasserelemente fotografieren, die sie vor dem Objektiv platziert: Wassergläser, Tautropfen, Pfützen, die Oberfläche der Luhe, den Badeteich, das Licht im Arboretum nach dem Regen.
Ausgangspunkt der Arbeit sind sogenannte Skydancer von Jahrmärkten bekannte, meterhohe und mit Luftgefüllte Figuren, die sich im Wind bewegen. Bettina Mileta greift diese Form auf und fertigt neue Skydancer aus gesammelten Seidenblusen und -tüchern. Durch zusätzliche Arme, Erweiterungen und weiche Rundungen entstehen verspielte Körper, deren Bewegungen das Wackeln und Zappeln der Jahrmarktrequisiten aufnehmen und verstärken. Die kommerziellen Aspekte der herkömmlichen Skydancer – serielle Produktion, minderwertiger Polyesterstoff und eine maximal vereinfachte Gestaltung – werden durch künstlerische Bearbeitung in etwas Einzigartiges verwandelt. Aus gebrauchten Stoffen entstehen lebendige Figuren, die Raum, Luft und Bewegung sichtbar machen.
Terminübersicht
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Preisinformationen
kostenfrei
Autor:in
Bispingen Touristik e.V.
Bahnhofstraße 19
29646 Bispingen
Organisation
Bispingen Touristik e.V.
Lizenz (Stammdaten)
Bispingen Touristik e.V.
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