Historisches Rathaus - Geschichte und Geschichten erleben!
Was wäre Lüneburg ohne sein Rathaus?
Seit über 750 Jahren prägt es das Bild der Stadt – ein echtes Juwel norddeutscher Baukunst und lebendiger Zeitzeuge der Salz- und Hansestadt. Hier begegnen sich Vergangenheit und Gegenwart: Der imposante Bau vereint Spuren aus sieben Jahrhunderten – vom Mittelalter bis in den Barock.
Bei der „Langen Nacht der Museen“ öffnen sich Tür und Tor auf ganz besondere Weise. Erleben Sie den Fürstensaal, die Gerichtslaube, das Gewandhaus und die Ratsstube bei kurzweiligen Erklärungen mit Rathausführerinnen und -führern in historischen Gewändern. Auch das sonst nicht öffentlich zugängliche Hansekontor, ein heute genutzter Sitzungssaal, gewährt spannende Einblicke.
Der „Rote Narr“, der „Medicus von Lüneburg“, „Bürgermeister Witzendorff“ und viele weitere Figuren erwarten Sie mit unterhaltsamen Anekdoten und kleinen Überraschungen.
Die Aktion „Glücksort Lüneburg“ bringt mittelalterlichen „Fokus-Pokus“ in den Fürstensaal – ein Erlebnis, das Ihnen Ihre Herzenswünsche ein Stück näherbringt.
TIPP: Untere Gerichtslaube (Eingang über die Waagestraße)
Die Gerichtslaube des Lüneburger Rathauses ist Bestandteil vieler Führungen durch den prächtigen Bau am Markt. Die Untere Gerichtslaube hingegen ist den wenigsten ein Begriff. Hier befand sich im Erdgeschoss unter der Gerichtslaube ab Mitte des 14. Jahrhunderts u.a. eine Steinofen-Luftheizung, die die darüber liegende Gerichtslaube beheizte und diese auch in den Wintermonaten nutzbar machte. Des Weiteren ist in dem Gewölbe eine Gefängniszelle aus dem Mittelalter überliefert. Viele Jahre später konnten hier die öffentlichen Toiletten aufgesucht werden, die jedoch im Rahmen notwendiger Sanierungsarbeiten in neue Räumlichkeiten umgezogen sind. Zur Langen Nacht der Museen öffnet die Hansestadt Lüneburg die Türen zur Unteren Gerichtslaube für einen stimmungsvollen Rundgang durch einen der ältesten Teile des Lüneburger Rathauses.